Vergangenheit und Gegenwart

Im April 1932 wurde der Verein mit dem Namen „Verein für Kleingartenbau und Siedlung e.V., Konstanz a.B." gegründet und unter dem heutigen Namen „Kleingärtner-Vereinigung e.V. Konstanz" ab 1954 als einer von 8 Kleingartenvereinen in Konstanz weitergeführt. In der ersten Zeit nach der Gründung wurde das Haidelmoos durch Entwässerungskanäle zunächst trocken gelegt. Dabei hat sich das gesamte Gelände bis Mitte der 1940er Jahre um 3,5 Meter gesenkt. Dieser Prozess ist mit deutlich verminderter Wirkung bis heute zu beobachten. Generell zeigen sich aufgrund des ehemaligen Moorbodens einige Bodenbesonderheiten, die für den Gärtner mit Vor- und Nachteilen verbunden sind.
Kleingärten erfreuen sich wieder großer Beliebtheit in der Bevölkerung. Dabei steht für viele Menschen der Freizeitwert eines Gartengrundstückes und die Vorstellung, sich mit selbstgezogenem Gemüse versorgen zu können, im Vordergrund. Darüber hinaus bieten Kleingärten die Möglichkeit die Natur mit allen Sinnen zu spüren und die Jahreszeiten eindrücklich zu erleben. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde gibt es rund 1 Million Kleingärten in Deutschland. Die Bewirtschaftung eines Kleingartens ist meistens ein längerfristiges Hobby – Kleingärtner bleiben Ihrem Garten in der Regel viele Jahre lang treu. Und dabei sind sie nicht allein – bei Ihren Gartennachbarn und Vereinskollegen finden sie Anschluss, sowie Rat und Hilfe. Dabei treffen Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft und Altersgruppen aufeinander – so auch bei uns im Haidelmoos. Grundsätzlich können die Parzellen nur an Vereinsmitglieder vergeben werden.

Zahlen und Fakten

Auf dem Vereinsgelände mit 70.133 m² Fläche befinden sich insgesamt 226 Gärten mit Einzelflächen von rund 200 bis 400 m². Das Vereinsgelände ist in 10 Felder unterteilt. An den Toren der Fußwege, die durch das Vereinsgelände führen, sind jeweils roten Nummern-Tafeln angebracht. Über einen Wasseranschluss verfügen alle Gärten, Strom haben insgesamt rund 165 Parzellen. Der Verein hat insgesamt rund 250 Mitglieder - neben den als Gärtnern aktiven 226 Pächtern gibt es eine Reihe von Fördermitgliedern. Auf dem Gelände befindet sich seit 2016 der Boule-Club im ehemaligen Vereinsheim. Das Büro der Kleingärtner-Vereinigung befindet sich im Rosmarinheideweg 13.

Gesetzlich verankert

Die grundsätzlichen vertraglichen Verhältnisse rund um Kleingärten werden durch das Bundeskleingartengesetz (BKleingG) geregelt. Nachfolgend werden einige, wesentliche Punkte, die durch dieses Gesetz grundsätzlich vorgegeben werden, aufgeführt:

  • Ein Kleingarten, darf nicht zur kommerziellen Nutzung dienen, sondern ausschließlich für die private Nutzung, außerdem muss ein Kleingarten in einer gemeinschaftlichen Anlage liegen.
  • Die Anbaufläche ist in diesem Gesetz ebenfalls grob vorgegeben, so soll mindestens ein Drittel der Fläche für die Gewinnung von Gartenbauprodukten genutzt werden.
  • Die kleingärtnerische Gemeinnützigkeit erklärt sich aus der selbstlosen Förderung des Kleingartenwesens und ist als Zweck in der Vereinssatzung verankert.
  • Ein Eintrag in das Vereinsregister ist die Bedingung für die Anerkennung der finanzrechtlichen Gemeinnützigkeit.
  • Die Fläche einer Kleingartenparzelle ist auf 400 Quadratmeter begrenzt.
  • Die Größe der Laube inklusive eines überdachten Freisitzes kann von der Gemeinde im Bebauungsplan, im Unterpachtvertrag oder in der Gartenordnung festgelegt werden und ist auf maximal 24 Quadratmeter beschränkt.
  • Ein dauerhaftes Bewohnen der Gartenlaube ist untersagt.
  • Die maximale Höhe der Gartenpacht wird durch das Gesetz limitiert (höchstens der vierfache Betrag der ortsüblichen Pacht im erwerbsmäßigen Obst- und Gemüseanbau).